Die Linke.SDS Wuppertal gegründet!

Heute Abend fand auf der AStA-Ebene das Gründungstreffen der Hochschulgruppe Die Linke.SDS an der Bergischen Universität Wuppertal statt. Daran teil nahmen neben den Angehörigen der INTAL (Internationale Antikapitalistische Linke) sowohl Mitglieder der Linksjugend [’solid] und anderer linker Zusammenhänge als auch bislang nicht organisierte Studierende mit Interesse an linker Hochschulpolitik. Damit besteht nun erstmals seit der Auflösung der lira (Bündnis linker und radikaldemokratischer Hochschulgruppen) wieder eine inhaltlich breit aufgestellte, mitgliederstarke linke Hochschulgruppe.

Unser Ziel ist es, das seit 2011 andauernde bürgerliche Intermezzo in der Hochschulpolitik wieder zu beenden und so Hochschulpolitik, die ihren Namen auch verdient, wieder zu ermöglichen. Bürgerliche Hochschulgruppen haben versucht, den AStA von einer politischen Interessenvertretung der Studierenden in eine Art Dienstleistungsunternehmen umzuwandeln, doch selbst in ihrer vermeintlichen Kernkompetenz, dem „Service“, sind sie katastrophal gescheitert. Wir dagegen wollen einen AStA, der seinen politischen Bildungsauftrag wieder ernst nimmt. Dazu möchten wir unser Veranstaltungsprogramm, bestehend aus Kulturabenden und politischen Informationsveranstaltungen, weiterführen und würden dieses, sofern wir Teil eines linken AStA werden sollten, noch ausweiten. Dabei möchten wir uns auch dafür einsetzen, dass die dem Grundrecht auf Meinungsfreiheit widersprechende Beschränkung der Verfassten Studierendenschaft auf ein rein „hochschulpolitisches Mandat“ aufgehoben wird. Die Hochschulpolitik ist keine für sich allein existierende, abgrenzbare Politik, sondern untrennbarer Bestandteil der allgemeinen Politik. Die Bestrafung politischer Stellungnahmen der Verfassten Studierendenschaft ist demnach ein illegitimer Akt einer politisch gefärbten Justiz und gehört abgeschafft.

Konservative bürgerliche Hochschulgruppen, vor allem der RCDS (Ring Christlich Demokratischer Studenten), sehen sich gerne als die besten Studierendenvertreter, doch wenn sie nicht durch Abwesenheit oder Untätigkeit glänzen, dann ist von ihnen im besten Fall Schönwetterpolitik zu erwarten, die niemandem schadet aber auch niemandem wirklich nützt. Wo die Interessen der Studierenden in Konflikt geraten mit denen der Hochschulleitung, der Landesregierung (wenn die CDU an der Macht ist) oder dem Kapitalismus an sich, scheut sich diese Gruppe nicht, sich gegen die Interessen der  Studierenden zu wenden, wie sie mit ihrer jahrelangen Unterstützung von Studiengebühren und der Forderung nach ihrer Wiedereinführung zur Genüge unter Beweis gestellt hat. Wir möchten kein verlängerter Arm des Rektorats sein sondern studentische Interessen auch gegen Widerstände konsequent durchsetzen, für freie und gute Bildung engagiert kämpfen und Maßnahmen zur Verbesserung der Lage der Studierenden energisch vorantreiben. Wir möchten auch keine Stellvertreter für die Studierendenschaft sein und vorgeben, deren Interessen von vornherein zu kennen, sondern diese im Gespräch immer neu herausfinden. Wer Ideen hat, was in Lehre und Hochschulalltag konkret verbessert werden könnte, der kann sich damit jederzeit an uns wenden, wer sich selbst engagieren möchte und sich mit unseren Positionen identifizieren kann, der ist eingeladen, sich uns anzuschließen und gemeinsam mit uns etwas zu bewegen.

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